Termine  

 Fledermausführungen

Zurzeit noch keine Führungstermine für 2017

Termine für Gruppenführungen  (Betriebsfeiern, Weihnachts-feiern o.ä. mit mindestens 10 Personen) sind weiterhin buchbar.

Anmeldung unter

030/36750061
oder Mail: info@bat-ev.de erforderlich!
Plätze begrenzt!
Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 Floßfahrten

Floßfahrten z.Zt. nur bei Großveranstaltungen und für kleine Gruppen

Ab November kein Floßbetrieb mehr.

   

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In die Kinderstube der jungen Fledermäuse kommt Bewegung!
 
Abendsegler mit ZwillingenBereits im Mai haben sich die Fledermausmütter in ihre Wochenstubenquartiere begeben und dort in kleinen oder größeren Gruppen ihre Babys zur Welt gebracht. Bei den meisten einheimischen Arten gibt es ein Junges pro Jahr, manche Arten, wie der Große Abendsegler haben überwiegend Zwillinge.

Die Mütter haben ihre Quartiere mit Bedacht ausgesucht: Schön warm muss es sein, ein von der Sonne beschienenes Dach, eine Fassade oder eine Baumhöhle ermöglichen die Aufzucht der Jungtiere ohne selbst Wärmeenergie zusteuern zu müssen.
Mittlerweile sind die Babys geboren und beginnen flügge zu werden. Damit rückt der Nachwuchs in den Focus des aufmerksamen Mitmenschen:
Gelegentlich flattert ein unbeholfenes Tier aus dem Quartier und landet unsanft auf Terrasse oder Balkon. Diese Tiere werden dann häufig in der Pflegestation für Fledermäuse des Berliner Artenschutz Teams auf der Zitadelle Spandau gemeldet.
Die ehrenamtlichen Helfer rufen dazu auf, Tiere nicht voreilig aus der Natur zu entnehmen und in die Pflegestation zu bringen. Die beste Hilfe ist möglich, wenn die Tiere in ihr Quartier zurückfinden.

Oftmals ist es ausreichend, wenn das Baby am Fundort in sicherer Position zur Abholung angeboten wird. Meistens hält die Mutter noch tagelang Ausschau nach dem Nachwuchs und holt ihn auch nach drei oder vier Tagen noch ab.
Hierbei kann der Finder helfen indem er vor Katzen und Greifvögeln sicher einen „Abholturm“ errichtet. Dies kann zum Beispiel eine große Flasche sein über die ein Strumpf gezogen wird, diese stellt man in eine Wanne, damit die Fledermaus nicht wegkrabbelt. Manchmal reicht es auch schon, wenn das Jungtier an einer geschützten Fassade aufgehängt wird. In der Mittagshitze sollte das Baby in einer schattig gestellten Schachtel aufbewahrt werden, darin ein Deckelchen mit Wasser als Trinkangebot.Fledermausbaby

Wer häufig Fledermäuse in seiner Umgebung sieht wird aufgerufen, diese zu beobachten um festzustellen, ob erkennbar ist, wo das Quartier ist. In solchen optimalen Fällen kann das Jungtier auch direkt zurückgereicht werden. Hierzu kann eine Socke über einen Stiel, Zollstock oder Ähnliches gesteckt werden, darauf wird die Fledermaus gesetzt und zum Einflugloch des Quartiers geführt. Mit etwas Glück klettert das Jungtier dann sofort zurück.

Die künstliche Aufzucht von Fledermausbabys ist sehr kompliziert, sie ist immer die schlechteste Lösung. Beginnend von der Problematik der Zusammensetzung der Milch in den ersten Lebenstagen setzen sich die Schwierigkeiten mit dem Heranwachsen des Tieres fort: Nur die Mutter kann dem Nachwuchs die Echoortung, das Fliegen und die Wege in angestammte Winterquartiere vermitteln.
Weitere Informationen dazu im Fledermauskeller auf der Zitadelle Spandau, Telefon 030/36750061.
 
Es wird dazu aufgerufen, Quartiere per WhatsApp zur Erstellung eines „Stadtplans für Fledermäuse“ unter der Nummer 01522/734 3225 zu melden.
Zur Unterstützung der Fledermausforschung bitte über den Messenger WhatsApp Standort, Foto des Quartiers und eventuelle kurze Beschreibung senden.
 
Bitte die Tiere in den Quartieren nicht stören!

WhatsApp Logo 1aDer weit verbreitete Messenger WhatsApp wird jetzt auch für den Fledermausschutz eingesetzt. Im Rahmen eines so genannten Citizen Science Projektes werden die Nutzer von Smartphones in Berlin aufgerufen, Fledermausbeobachtungen zu melden.


Jeder Nutzer der App kann ab sofort ohne weitere Vorkenntnisse die Fledermausforschung unterstützen. Das Berliner Artenschutz Team -BAT- e.V. ruft dazu auf, Fledermausbeobachtungen zentral zu melden.
Wer also den Hangplatz einer Fledermaus entdeckt und den Fledermausschutz unterstützen möchte, greift einfach zum Handy, übermittelt per WhatsApp den Standort, hängt noch ein Bild vom Fledermausquartier an und fertig. Wer mag, kann natürlich freitextlich weitere Infos übermitteln.In Spalte sitzende Zweifarbfledermaus

Besonders interessant sind natürlich Schlafplätze in Kellern oder Wochenstuben in Dachböden. Vielleicht hat jemand eine Fledermaus im Nistkasten oder gar eine Kolonie Zwergfledermäuse im Jalousien Kasten entdeckt.

Eigentlich ist bei der Aktion nur zu beachten, dass die Fledermäuse durch das Fotografieren im Quartier nicht gestört werden dürfen.

Jede Meldung trägt dazu bei, das Wissen über die Fledermäuse in Berlin zu verbessern. Die Fledermausschützer von BAT e.V. erstellen dann einen Berliner Stadtplan für Fledermäuse.

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse zur Bestandssituation können dann langfristig etwaige Gefährdungen besser erkannt werden und Schutzkonzepte entwickelt werden.

 


Die WhatsApp Nummer von BAT e.V. lautet 0152 273 432 25.


Die Nummer ist nicht für telefonische Anfragen oder Führungstermine eingerichtet.

Kaum war Weihnachten vorbei, galt es für die Kollegen von BAT e.V. und Mausohr e.V., sich wieder an die Arbeit zu machen. Mit der Winterexkursion in die Schorfheide starteten die Kontrollen in die Winterquartiere.
Grundsätzlich gilt: Betreten des Winterquartiers verboten! Eine Störung im Winterquartier kann einen gefährlichen Energieverlust für die schlafenden Tiere bedeuten. Nur mit Ausnahmegenehmigung betreten wir die Höhlen, Bunker, Stollen und Keller einmal im Winter.

Fledermaus in FelsspalteDie ersten 27 Quartiere sind bereits geschafft. Dabei haben wir schon fast 800 Fledermäuse entdecken können. Nur die wenigsten hängen frei an Decken und Wänden. Oft braucht es den geübten Blick des erfahrenen Beobachters um in engen Fugen und Spalten an einem Ohr, einen Fuß und einem Stück Fell eine Fledermausart erkennen und bestimmen zu können.

In den von uns betreuten Quartieren sind besonders die Wasser- und die Fransenfledermaus häufig vertreten. Wir haben aber auch Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Mopsfledermaus und seit langen Jahren mal wieder ein Graues Langohr gefunden. Insgesamt konnten wir 8 verschiedene Arten feststellen.

Seit vielen Jahrzehnten werden die Fledermäuse in den von uns betreuten Quartieren mit Klammern am Unterarm markiert. Braunes Langohr an Decke hängendDiese Fledermausringe machen es möglich, das Leben, das Alter und die Wanderungen des Tieres bei regelmäßigen Wiederfunden nachzuvollziehen. Bei Tieren, die weniger versteckt sitzen und bei denen das Ablesen des Ringes möglich ist, werden diese entsprechend kontrolliert. Bei einigen Arten finden auch Neuberingungen statt.
Hierbei sind für uns insbesondere die Erkenntnisse über die Beziehungen zwischen dem Sommer- und Winterquartier aber auch die Verbindungen der Winterquartiere untereinander besonders von Bedeutung.
Wir können Tiere beobachten, die zwei oder drei Schlafplätze abwechselnd nutzen. Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Fledermäusen, die wir bereits seit mehr als 10 Jahren immer wieder im selben Quartier am angestammten Platz wiederfinden. Besonders diese sehr ortstreuen Fledermäuse wären von Quartiersbeeinträchtigungen oder -verlusten sehr stark bedroht.

Aussenbereich des Fort HahnebergMitglieder von BAT e. V. waren auf Einladung der Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahnberg zu einer Fledermausführung zu Gast. Daniel Markovics und Sandra Schwarze, die sich im Fort Hahneberg auch für die vorhandene Fledermauspopulation engagieren und deren Lebensweise und Bedürfnisse den dortigen Besuchern vermitteln, empfingen uns freundlich und erklärten umfänglich ihre Festung und ihr Fledermausquartier.

Derzeit haben die Mitglieder von Bat e.V. wieder ein gewisses Schlafdefizit. Der beginnende Herbst ist eine gute Zeit, zu erforschen, welche Fledermäuse in bestimmten Lebensräumen unterwegs sind. Bei den Kontrollen der Wochenstuben im Sommer oder den Schlafplätzen im Winter werden die Tiere eher stationär in ihren Lebensräumen angetroffen.

Mitarbeiter von BAT beim Netzfang von FledermäusenWährend des Herbstes findet der Fledermauszug statt. Hier ist die Chance groß, beringte Tiere bei ihren Wanderungen zu finden und die Zugwege zu erforschen. Es ist aber auch die Zeit des Schwärmens, der Paarung und der Erkundung von potentiellen Winterschlafplätzen.

In dieser Zeit können die Fledermäuse in ihrer aktiven Phase mit speziellen Netzen gefangen werden. Vorrausetzung ist hierfür eine entsprechende Genehmigung der Naturschutzbehörde. Ohne Erlaubnis dürfen keine Fledermäuse gefangen werden.

   
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