Termine  

Fledermausführungen

Alle Führungstermine für 2016 sind leider ausgebucht.

Termine für Gruppenführungen  (Betriebsfeiern, Weihnachts-feiern o.ä. mit mindestens 10 Personen) sind weiterhin buchbar.

Anmeldung unter

030/36750061
oder Mail: info@bat-ev.de erforderlich!
Plätze begrenzt!
Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 Floßfahrten

Floßfahrten z.Zt. nur bei Großveranstaltungen und für kleine Gruppen

Ab November kein Floßbetrieb mehr.

   

Über Uns  

   

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Aussenbereich des Fort HahnebergMitglieder von BAT e. V. waren auf Einladung der Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahnberg zu einer Fledermausführung zu Gast. Daniel Markovics und Sandra Schwarze, die sich im Fort Hahneberg auch für die vorhandene Fledermauspopulation engagieren und deren Lebensweise und Bedürfnisse den dortigen Besuchern vermitteln, empfingen uns freundlich und erklärten umfänglich ihre Festung und ihr Fledermausquartier.

Gemeinsam mit den Kollegen konnten wir in einigen spannenden Stunden, die wie im Flug vergingen, verschiedene Themen rund um die Themen Fledermausschutz im Zusammentreffen mit Historie, Kultur und touristischer Nutzung besprechen.

Übereinstimmend stellten wir fest, dass sich diese Themen und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten nicht ausschließen müssen.
Die Fledermäuse als Kulturfolger sind vielfältig auf die Nutzung menschlicher Bauanlagen angewiesen. Insofern ist es deutliches Interesse der Fledermausschützer, derartige von Fledermäusen genutzte Gebäude zu erhalten. Ein Zerfall des Gebäudes würde früher oder später auch den Verlust des Quartiers bedeuten.

Erkundung der Gewölbe des Fort HahnebergUm jedoch einen Einklang zwischen den verschiedenen Nutzungsformen herzustellen ist eine ständige Beobachtung und Bestandserfassung der Nutzung der Gebäudeteile in den verschiedenen Jahreszeiten durch die Fledermäuse notwendig. Die Nutzungen müssen auf die möglichst genau zu erforschenden Bedürfnisse der Tiere abgestimmt werden.

Um nachhaltig das Quartier zu schützen kann eine Nutzung nur in Verbindung mit einem Monitoring erfolgen. Hierzu gehören jedenfalls regelmäßige Zählungen und Feststellungen zur Verteilung der Arten, Beobachtung des Zustandes der Quartiere und ständiges Kontrollieren von Auflagen zur Vermeidung von Störungen.

Zur weiteren Datenerhebung bietet sich die Durchführung von Detektorerfassungen und Netzfängen an, diese werden von beiden Seiten angestrebt.

Der Austausch soll kontinuierlich fortgesetzt werden.

Derzeit haben die Mitglieder von Bat e.V. wieder ein gewisses Schlafdefizit. Der beginnende Herbst ist eine gute Zeit, zu erforschen, welche Fledermäuse in bestimmten Lebensräumen unterwegs sind. Bei den Kontrollen der Wochenstuben im Sommer oder den Schlafplätzen im Winter werden die Tiere eher stationär in ihren Lebensräumen angetroffen.

Mitarbeiter von BAT beim Netzfang von FledermäusenWährend des Herbstes findet der Fledermauszug statt. Hier ist die Chance groß, beringte Tiere bei ihren Wanderungen zu finden und die Zugwege zu erforschen. Es ist aber auch die Zeit des Schwärmens, der Paarung und der Erkundung von potentiellen Winterschlafplätzen.

In dieser Zeit können die Fledermäuse in ihrer aktiven Phase mit speziellen Netzen gefangen werden. Vorrausetzung ist hierfür eine entsprechende Genehmigung der Naturschutzbehörde. Ohne Erlaubnis dürfen keine Fledermäuse gefangen werden.

Fransenfledermaus an GewölbedeckeMancher Berliner merkt es durch ein besonders beeindruckendes Erlebnis: Der Zug der Fledermäuse in das Winterquartier hat begonnen. Manch ein Tier verfliegt sich dabei auch in ein geöffnetes Wohn- oder Schlafzimmerfenster und sorgt für Aufregung. Besonders spannend wird es, wenn gleich mehrere oder gar viele Tiere einfliegen. Dies kommt insbesondere dann vor, wenn ein Tier den Ausgang nicht findet und dann besonders aufgeregt nach seinen Artgenossen ruft.
In der Regel reicht es, wenn man mit etwas Geduld bei weit geöffnetem Fenster auf den Abflug wartet. Sollte das Tier länger bleiben, kann man mit einem dicken Handschuh zugreifen und das Tier vorsichtig raussetzen.
Bei Masseneinflügen können auch die Fledermausexperten aus Berlin helfen. Siehe dazu unseren Beitrag “Fledermaus gefunden“.

Mit dem Einflug der Fledermäuse in die Winterquartiere der Zitadelle beginnt natürlich auch hier wieder das jährlich wiederkehrende Schauspiel des Schwärmens in den geheimnisvollen Gewölben unserer beeindruckenden Festung.
In den Führungen wird spannend und unterhaltsam viel Wissenswertes zur Lebensweise unserer streng geschützten kleinen Säuger vermittelt.
Bitte dazu die aktuellen Führungstermine beachten. Eine Anmeldung mit Rückbestätigung ist unbedingt erforderlich. Eine eigene Taschenlampe und robuste Kleidung sind sehr zu empfehlen.

Martin Straube „Falsche Vampire & fliegende Hunde - Die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse“

Buch " Falsche Vampire - fliegende Hunde"Seit wenigen Wochen ist ein neues Buch von Martin Straube über Fledermäuse erhältlich. Wir haben es gelesen und empfehlen es gern weiter. In wesentlichen Punkten unterscheidet sich das Werk von herkömmlicher Fachliteratur. Es sind nicht die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, nicht die Sammlung von Fakten, nicht das fundierte Grundwissen über unsere faszinierenden nachtaktiven fliegenden Säugetiere. Nein, es sind auch nicht die zahlreichen hervorragenden Bilder, nicht die ausführlichen Beschreibungen oder detaillierten Darstellungen biologischer Abläufe.

Derartiges findet sich mittlerweile in vielen einschlägigen Buchveröffentlichungen. Das Werk von Martin Straube beinhaltet all das, was man schon immer über Fledermäuse wissen wollte und nur noch nicht gelesen hat. Es ist verständlich, es ist unterhaltsam und erfasst in einem weiten Bogen die gesamte Welt der Fledertiere in ihrer Entwicklung, in ihrer Verbreitung und ihren vielen Eigenschaften.

Gruppe von Abendseglern

Der Abendsegler (Nyctalus noctula) wurde von BatLife Europe zur Fledermaus des Jahres 2016 gewählt.

 

 

 

 

 

 

 

BatLife Europe hat Partner in über 30 Ländern und setzt sich auf internationaler Ebene für den Schutz der Fledermäuse ein.

Der Große Abendsegler ist in der Region Berlin häufig zu beobachten, er ist in weiten Bereichen Europas verbreitet. Trotz der weiten Verbreitung steht er auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Als eine der größeren einheimischen Arten mit einer Flügelspannweite von mehr als 40 Zentimetern ist er oft schon früh am Abend in der Dämmerung auf seiner Jagd nach Insekten zu beobachten. Mit Fluggeschwindigkeiten von über 50 Km/h werden Mücken, Wanzen und Käfer erbeutet und in Massen vertilgt.

   
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